Unter der Last „effektiver PR-Arbeit“

Kategorie: Lesetipps

Unter der Last „effektiver PR-Arbeit“

ZeitungsstapelFür ein Seminar zum Thema effektive PR-Arbeit habe ich zum Spaß einmal drei Tage lang alle Presseinformationen und Einladungen gesammelt, die mich in dieser Zeit erreichten, dazu für jedes Telefonat ein DIN A4-Blatt dazu gelegt und jede E-Mail ausgedruckt. Der Stapel war am Ende des dritten Tages rund 20 Zentimeter hoch. Hätte ich jede dieser Informationen ausführlich gelesen, hätte ich damit mindestens einen kompletten Tag zugebracht. Das ist nicht nur unrealistisch, das ist selbst beim besten Willen schlicht unmöglich.

Möglich ist bestenfalls, diesen Stapel nach bestimmten Hinsichten zu scannen. Entscheidend dafür ist:

  1. Erkenne ich sofort das Thema (etwa durch große, informative, nicht verrätselte Headline – nicht durch seitenlange Konzepttexte)?
  2. Interessiert mich das Thema? Hatten wir nicht kürzlich erst etwas ähnliches im Programm?
  3. Wo erhalte ich – am liebsten im Internet – weitere Informationen für den Fall, dass mich das Thema interessiert?
  4. Finde ich einen Ansprechpartner für weitere Fragen?
  5. Wer anruft, um nachzufragen, hat sofort verloren.
  6. PR-Agenturen, die mich zu bezahlten Pressereisen einladen, weil ich auf ein Thema nicht reagiere, ebenfalls: Ich bin nicht korrupt.
  7. Bitte keine jpegs mitschicken: Sie sorgen in der Regel dafür, dass mein Postfach binnen kürzester Zeit verstopft ist. Und Fotos lassen sich per Rundfunk ohnehin so schlecht senden.

Dass das alles fürchterlich schematisch und arrogant klingen muss, ist mir bewusst. Ich habe aber auch nach elf Jahren Tätigkeit in einem Medium mit bundesweitem Berichtsauftrag und dem Wunsch, auch den Rest der Welt im Blick zu behalten, noch keine effektivere Methode gefunden. Leider.

Gastbeitrag von Stefan Koldehoff, Redaktion Kultur heute, Deutschlandfunk

Beitrag erschienen in:

KM Magazin – Kultur und Management im Dialog, Schwerpunkt “Richtig schreiben”, Nr. 66, 2012.

Stefan KoldehoffÜber den Autor

Stefan Koldehoff, geboren 1967 in Wuppertal, hat nach einem Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Politikwissenschaft zunächst als freier Journalist für FAZ, taz und WDR gearbeitet. Von 1998 bis 2001 war er Redakteur und zuletzt stellvertretender Chefredakteur des Kunstmagazins art in Hamburg. Heute arbeitet er als Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln und schreibt als Autor für Die Zeit, FAZ und monopol. Für seine investigativen Recherchen wurde er mit dem puk-Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats und mit dem Prix Annette Giacometti ausgezeichnet. Stefan Koldehoff ist verheiratet und hat drei Kinder.

Buchpublikationen:

  • Vincent van Gogh (Rowohlt, 2003)
  • Van Gogh – Mensch und Mythos (DuMont, 2003)
  • Die Bilder sind unter uns – Das Geschäft mit der NS-Raubkunst (Eichborn, 2009)
  • Frieder Burda – Sammler aus Leidenschaft (DuMont, 2011)
  • Falsche Bilder, Echtes Geld – Der Fälschungscoup des Jahrhunderts – und wer alles daran verdiente (Galiani, 2012)

Zusammen mit Nora Koldehoff:

  • Aktenzeichen Kunst – Die spektakulärsten Kunstdiebstähle der Welt (DuMont, 2004)
  • Wem hat van Gogh sein Ohr geschenkt? Alles, was Sie über Kunst nicht wissen (Eichborn, 2007)

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        Anführungszeichen
        • Christoph Allefeld
          Uns hat die Kompetenz, Professionalität und Flexibilität von Aufgesang überzeugt. Die Ergebnisse unserer ersten gemeinsamen Presseaktivitäten haben unsere Erwartungen weit übertroffen. […] Das Schöne ist die Nachhaltigkeit, die diese Aktivitäten gebracht haben. Wir bekommen immer noch Nachfragen von Redakteuren. So macht Zusammenarbeit Spaß. Wir können Aufgesang auf jeden Fall weiterempfehlen.
          Christoph Allefeld
          Blumenbutler
        •  Alfred Himmelweiss
          Aufgesang leistet saubere Arbeit, zuverlässig und professionell.
          Alfred Himmelweiss
          www.usabilityreport.de
        • Udo Krier
          Durch Zufall sind wir auf Aufgesang gestoßen und das war unser Glück. Denn mit Aufgesang haben wir eine professionelle Agentur gefunden, die uns nicht nur optimal berät, sondern unsere erste Pressemitteilung zu einem großen Erfolg gemacht hat. Mit einer Reichweite von mehr als 3 Millionen Lesern und fast ein Dutzend Veröffentlichungen übertraf dies weit unsere Erwartungen. Dabei ist das Preis-Leistungsverhältnis geradezu vorbildlich.
          Udo Krier
          edeltag.de
        • Petko Kostoff
          Als Start-up mit einem kleinen Marketing-Budget sind wir auf eine gute PR angewiesen. Bei der Bekanntmachung unseres Angebots konnten wir einige bereits vorhandene Medienkontakte erfolgreich für uns nutzen. Darüber hinaus hat eine über Aufgesang durchgeführte Aktion dazu geführt, dass weitere Redakteure zu uns Kontakt aufgenommen haben. In der Folge gab es Veröffentlichungen in für unsere Zielgruppe relevanten Medien. Mit der Unterstützung, die wir durch Aufgesang erfahren haben, sind wir sehr zufrieden, sodass wir die Zusammenarbeit in naher Zukunft fortsetzen werden und die Agentur gerne weiterempfehlen.
          Petko Kostoff
          Derixx GmbH
        • Wolfgang von Hohenberg
          Als einer der führenden Internet-Stellenmärkte sind wir mit unserem Karrierenetzwerk ingenieurweb.de auf aktive Pressearbeit angewiesen. Aufgesang hat uns bei der Erreichung unseres hohen Bekanntheitsgrades durch die gezielte Verbreitung der Presseinformationen in idealer Weise unterstützt. Wir bauen weiterhin auf gute Zusammenarbeit.
          Wolfgang von Hohenberg
          www.ingenieurweb.de
        • Claudio von Koschitzky
          Ich habe Aufgesang als einen ungewöhnlich flexiblen und kompetenten Partner erlebt. Die Aktionen zur Bekanntmachung der neuen Version unserer Software verliefen so positiv, dass uns entsprechende Anzeigenflächen etwa das Zwanzigfache des tatsächlichen Einsatzes gekostet hätten. Die Krönung war ein einminütiger Fernsehbeitrag auf WDR in der besten Sendezeit. Der überwiegende Teil unserer Anwender ist durch solche Presseberichte auf Kidkey aufmerksam geworden. Ich kann Aufgesang daher ohne Einschränkung weiterempfehlen.
          Claudio von Koschitzky
          WebAdmit Software

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