Studie: Pressemitteilungen erreichen Empfänger nicht

Studie: Viele Pressemitteilungen erreichen ihre Empfänger nicht

Studie: Viele Pressemitteilungen erreichen ihre Empfänger nicht

Studie Kommunikatioin zwischen Pressestellen und Medien im Wandel - Journalistenzentrum Wirtschaft und VerwaltungDurchschnittlich 48 Pressemeldungen erhält ein Redakteur täglich per E-Mail, Fax oder Briefpost. Davon können 85 Prozent redaktionell nicht verwertet werden und 40 Prozent passen von vornherein gar nicht ins Ressort. Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie „Kommunikation zwischen Pressestellen und Medien im Wandel“ des Journalistenzentrums Wirtschaft und Verwaltung e.V. (JWV) und der Technischen Universität Dortmund. Im Erhebungszeitraum von März bis April 2009 haben deutschlandweit 1.920 Pressestellen und 1.295 Journalisten an der Befragung teilgenommen.

Das Besondere: Pressestellen und Redaktionen / freie Journalisten wurden parallel zueinander befragt. Es sollte herausgefunden werden:

  • Wie Pressestellen ihren Alltag organisieren, mit Medien kommunizieren und welche Erfahrungen sie mit Redakteuren machen.
  • Wie Redakteure mit den Informationen umgehen, die sie erreichen und was Journalisten von guter Pressearbeit erwarten.

Weitere Erkenntnisse: Der E-Mail Versand hat deutlich zugenommen. Verschickten 2007 noch 77 Prozent der Pressestellen ihre Meldungen überwiegend per E-Mail, waren es im Erhebungszeitraum bereits 91 Prozent. Generell werden mehr Pressemitteilungen versendet, da vermutlich Konfektionierungs- und Portokosten dank elektronischer Verbreitung wegfallen.

Das bedeutet allerdings auch erhebliche Mehrarbeit in den Redaktionen. Rund 28 Prozent der Redakteure und freien Journalisten benötigen zwischen einer halben und einer ganzen Stunde, 22 Prozent brauchen sogar bis zwei Stunden täglich, um ungeeignete Pressemitteilungen auszusortieren. Und ist der adressierte Redakteur auch noch im wohlverdienten Jahresurlaub, wird die Pressemitteilung bei 67 Prozent der Redaktionen nicht weiter geleitet und findet dementsprechend keine zeitnahe Beachtung.

Fazit: Für effektive Pressearbeit ist die Qualität einer Pressemeldung und die Auswahl des richtigen Ansprechpartners weitaus wichtiger als eine hohe Streuung.

Die Studie zum kostenlosen Download finden Sie hier.

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